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10 Tipps zum Energiesparen im Haushalt: einfach, effektiv und nachhaltig

Tipps: Energiesparen im Haushalt

Energiesparen ist heute wichtiger denn je: Die Preise für Strom und Gas steigen, und der Klimawandel fordert uns zum Handeln auf. Doch keine Sorge – Energiesparen im Haushalt muss weder kompliziert noch teuer sein. Mit ein paar einfachen Tricks können Sie Ihren Energieverbrauch senken, bares Geld sparen und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt tun. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen 10 effektive Tipps vor, die sofort Wirkung zeigen. Los geht’s!

1. Auf LED-Lampen umsteigen: Lichtblick für Ihre Stromrechnung

Beleuchtung macht etwa 10 % des Stromverbrauchs im Haushalt aus. Der Wechsel zu LED-Lampen ist einer der einfachsten Schritte, um hier anzusetzen. LEDs verbrauchen bis zu 80 % weniger Strom als herkömmliche Glühlampen und halten mit bis zu 25.000 Stunden Lebensdauer deutlich länger. Doch noch immer schlummern in vielen Haushalten herkömmliche Glühlampen oder Halogen-Leuchtmittel in den Fassungen.

Ein Beispiel: Ersetzen Sie fünf 60-Watt-Glühlampen durch LEDs, sparen Sie je nach Nutzung bis zu 50 Euro im Jahr.

Tipp: Achten Sie beim Kauf auf die Energieeffizienzklasse (mindestens A++) und wählen Sie eine Farbtemperatur, die zu Ihrem Wohnstil passt.

2. Heizung clever regeln: weniger Grad, mehr Ersparnis

Die Heizung ist der größte Energiefresser im Haushalt – sie macht rund 70 % des Verbrauchs aus. Schon eine kleine Anpassung bringt viel: Senken Sie die Raumtemperatur um nur 1 °C, sparen Sie etwa 6 % Heizenergie.

Im Wohnzimmer reichen meist 20 °C, im Schlafzimmer sogar 17–18 °C. Ein programmierbares Thermostat hilft zusätzlich, die Heizung nur dann auf Wohlfühltemperatur laufen zu lassen, wenn Sie wirklich zu Hause sind.

So vermeiden Sie unnötigen Energieverbrauch in der Nacht und wenn Sie tagsüber auswärts arbeiten.

3. Heizkörper entlüften und isolieren: Wärme dort, wo sie hingehört

Effizienz ist das A und O beim Heizen. Sind Ihre Heizkörper voller Luft, arbeiten sie weniger effektiv. Einmal im Jahr entlüften – idealerweise vor der Heizsaison – sorgt dafür, dass die Wärme gleichmäßig verteilt wird.

Ebenso wichtig: Halten Sie Heizkörper frei von Möbeln oder Vorhängen. Noch besser wird’s mit Isolation. Heizungsnischen können Sie mit isolierender Folie auskleiden. Dichtungen an Fenstern und Türen verhindern weitere Wärmeverluste, die bis zu 25 % ausmachen können. Eine einfache Dichtungsrolle aus dem Baumarkt kostet wenig und spart langfristig viel.

4. Standby vermeiden: Schluss mit verstecktem Stromverbrauch

Wussten Sie, dass Standby-Geräte bis zu 10 % Ihres Stromverbrauchs ausmachen können? Fernseher, Computer oder Kaffeemaschinen ziehen auch im Ruhezustand Energie.

Die Lösung: Schalten Sie Geräte komplett aus oder nutzen Sie eine abschaltbare Steckdosenleiste. Ein Haushalt mit mehreren Standby-Geräten kann so bis zu 50 Euro jährlich sparen.

Besonders praktisch: Mehrfachsteckdosen mit Fußschalter, die Sie bequem bedienen können, ohne sich bücken zu müssen.

5. Kalt waschen: saubere Wäsche mit weniger Energie

Beim Waschen geht viel Energie für die Erwärmung des Wassers drauf – bis zu 90 % des Verbrauchs einer Waschmaschine. Moderne Maschinen und Waschmittel sind inzwischen so effektiv, dass 30 °C oder sogar Kaltwäsche für die meisten Textilien reichen.

Ein Beispiel: Eine Wäsche bei 60 °C verbraucht etwa 1 kWh, bei 30 °C nur 0,3 kWh. Das summiert sich schnell, besonders, wenn Sie regelmäßig waschen.

Ihr Extra-Bonus: Kaltwäsche schont auch die Kleidung und verlängert ihre Lebensdauer.

6. Wäsche natürlich trocknen: der Trockner kann Pause machen

Ein Wäschetrockner ist ein echter Stromfresser: Pro Durchgang verbraucht er etwa 4,5 kWh. Lufttrocknen an der Leine oder einem Ständer kostet dagegen nichts und ist gut für die Umwelt. Ihre Textilien werden gleichzeitig auch noch geschont.

Im Sommer geht’s draußen schnell, im Winter können Sie einen Platz in der Nähe des Heizkörpers nutzen. Wichtig beim Trocknen in der Wohnung ist jedoch, dass Sie ausreichend und richtig lüften, damit keine übermäßige Feuchtigkeit und im schlimmsten Fall Schimmel entstehen.

Tipp: Luftfeuchtemesser gibt es für ein paar Euro. So haben Sie Temperatur und Feuchtigkeit immer Blick. Das ist nicht nur für das Wäschetrocknen optimal.

7. Energiesparende Geräte kaufen: Effizienz zahlt sich aus

Beim Neukauf von Haushaltsgeräten lohnt sich ein Blick auf die Energieeffizienzklasse. Geräte mit A+++ verbrauchen 10–15 % weniger Strom als ältere Modelle. Besonders bei Kühlschränken, die rund um die Uhr laufen, macht das einen Unterschied. Ein alter Kühlschrank kann bis zu 500 kWh im Jahr schlucken, ein modernes Gerät oft nur halb so viel. Ja, die Anschaffung kostet zunächst mehr, aber die Ersparnis auf der Stromrechnung gleicht das über die Jahre aus.

8. Effizient kochen: kleine Tricks für die Küche

In der Küche können Sie mit einfachen Gewohnheiten Energie sparen. Nutzen Sie immer einen Deckel beim Kochen. Das verkürzt die Kochzeit um bis zu 25 % und spart Strom oder Gas.

Wählen Sie Töpfe, die zur Größe der Herdplatte passen, damit keine Wärme verloren geht. Und: Kochen Sie nur so viel Wasser, wie Sie benötigen.

Ein Wasserkocher ist übrigens oft effizienter als der Herd. Selbst beim Kochen können Sie dies nutzen. Erhitzen Sie das Wasser zuerst im Wasserkocher und schütten Sie dann das heiße Wasser in den Topf auf dem Herd. Das spart nicht nur Energie, sondern auch Zeit.

9. Duschen: weniger Wasser, weniger Energie

Warmwasser macht etwa 15 % des Energieverbrauchs im Haushalt aus. Eine Dusche von 10 Minuten verbraucht rund 15–20 Liter Wasser und 1,5 kWh Strom. Halbieren Sie die Zeit auf 5 Minuten, sparen Sie die Hälfte davon.

Noch effizienter wird es mit einem Wasserspar-Duschkopf, der den Durchfluss um bis zu 50 % reduziert, ohne dass Sie es merken.

So sparen Sie pro Jahr etwa 100 kWh Energie und bis zu 30 Euro an Wasser- und Heizkosten, bei gleichbleibendem Duschkomfort.

10. Licht aus, Natur rein: Stromsparen im Alltag

Es klingt simpel, aber es wirkt: Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie einen Raum verlassen. Beleuchtung im Standby-Modus oder unnötiges Brennen summiert sich schnell.

Nutzen Sie außerdem natürliches Tageslicht, indem Sie Vorhänge öffnen, statt Lampen anzuknipsen. Das spart bis zu 10 % des Stroms für Beleuchtung.

Tipp: Bewegungsmelder in Fluren oder Kellern schalten das Licht automatisch aus, wenn es nicht mehr gebraucht wird – praktisch und sparsam.

Kleine Schritte, große Wirkung

Energiesparen im Haushalt ist einfacher, als Sie denken. Ob LED-Lampen, clevere Heiztricks oder kürzere Duschen – mit diesen 10 Tipps können Sie Ihren Verbrauch deutlich senken, ohne auf Komfort zu verzichten.

Gleichzeitig schonen Sie die Umwelt und Ihren Geldbeutel. Starten Sie mit einem Tipp, der Ihnen leichtfällt, und bauen Sie darauf auf. Haben Sie eigene Energiespar-Ideen? Teilen Sie sie uns in den Kommentaren mit oder abonnieren Sie unseren Newsletter für weitere praktische Ratschläge!

Quellen:

  • Umweltbundesamt: Informationen zum Energiesparen
  • co2online: Statistiken zu Haushaltsverbrauch
  • VERBUND: Tipps für den Alltag

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